Die Lücke zwischen Forschung und Praxis verkleinern

PIRI Survey

Die Kitman Labs Performance Intelligence Research Initiative hat die dringendsten Bedürfnisse von Spitzensportlern identifiziert – so wie sie sie definieren. Unsere kürzlich veröffentlichte Umfrage unter Sportlern und Fachleuten hat die dringlichsten Bedürfnisse der Sportbranche an die Oberfläche gebracht und einen Weg für die zukünftige Forschung aufgezeigt, um den Fokus für das zu schärfen, was für die Ergebnisse auf dem Spielfeld am wichtigsten ist. 

 

Warum wurde die Performance Intelligence Research Initiative gestartet (PIRI)?

Ein Jahrzehnt der Entwicklung in der Leistungswissenschaft hat unserer Branche geholfen, wertvolle Methoden und Lösungen zu entwickeln und beträchtliche Mengen an Forschungsergebnissen anzusammeln. Aber zu oft gibt es eine Diskrepanz und manchmal sogar eine große Lücke zwischen der technologischen und akademischen Arbeit und der praktischen Umsetzung, die die wirklich dringenden strategischen und taktischen Probleme löst, mit denen Spitzensportler und ihre Teams jeden Tag konfrontiert sind. Diese Lücke ist zu groß.

Und das wollen wir ändern.

Der Elitesport ist dynamisch und täglich entstehen neue Herausforderungen. Als ehemalige Sportler, die den unglaublich schnellen Alltag des Spitzensports miterlebt haben, wissen wir, wie schnell sich das Umfeld entwickelt und welche Lücken sich auftun können, wenn die Forschung nicht mit dem gleichen Tempo vorankommt. PIRI ist ein Mechanismus, um diese Lücken zu überbrücken und unserer Branche zu helfen, sich so schnell wie die Sportler weiterzuentwickeln – in der Geschwindigkeit des Sports -, um den Kreislauf zu schließen und Erkenntnisse in Maßnahmen auf dem Spielfeld umzusetzen. 

 

C Eine dynamische und vielseitige Forschungsgemeinschaft erschließen

 

PIRI befindet sich nicht nur in den Gebäuden von Kitman Labs oder den unserer Kunden. Wir sind dabei, eine Gemeinschaft von Sportlern aus allen Sportarten und ihrer Vereine, Akademikern aus der ganzen Welt und Experten mit tiefgreifender Erfahrung zu entwickeln und zu vergrößern. Durch die Förderung einer aktiven Gemeinschaft mit unterschiedlichen Perspektiven sehen wir eine Zukunft mit interessanter, fundierter und praktischer Forschung, um die sich ändernden Bedürfnisse zu unterstützen und den technologischen Fortschritt voranzutreiben. Indem wir in engem Kontakt mit den Spielern bleiben, bilden wir einen interaktiven Dialog, der uns auf dem Laufenden und in der realen Welt hält. 

 

Der Aufbau eines beidseitigen Forschungsdialogs beginnt mit Zuhören 

Wir investieren in die offene Forschung, weil wir wollen, dass diese Bemühungen mehr als nur geschäftlicher Natur sind. Ohne klare Verbindungen zwischen der akademischen Welt und der Welt der Sportler ist es zu schwierig, die richtigen Fragen an die Forschenden heranzubringen und angemessene Untersuchungen durchzuführen.

Für das erste Projekt von PIRI haben wir eine Umfrage entwickelt, um die heutigen Bedürfnisse der Branche zu ermitteln und festzustellen, welche davon erfüllt werden und welche nicht. Die große Resonanz zahlreicher Fachleute aus den Bereichen Medizin, Leistung und Coaching bestätigte den Bedarf an genau einem solchen Ansatz.

 

Ergebnisse der Umfrage

 Wir haben damit begonnen, den Menschen zuzuhören, die jeden Tag an der vordersten Front mit den Teams arbeiten. Wir wollten mit den Profis sprechen, uns mit ihnen austauschen – und darüber hinaus dies nicht nur mit unseren eigenen Kunden tun.

Über zwei Phasen hinweg wurden 230 Spitzensportler und Fachleute befragt, um den Forschern dabei zu helfen, künftige Untersuchungsthemen zu verfeinern und folgerichtige Ergebnisse zu erzielen.

Für die veröffentlichte Publikation zu unserer Methode, lesen Sie die vollständigen Umfrageergebnisse hier

 

Unabhängig von Land, Sportart oder Person, sprachen die Befragten ähnliche Probleme an. Die folgenden wurden am häufigsten als sehr wichtig und gleichzeitig als komplex zu verstehen oder umzusetzen eingestuft:

  • Bewertung des Verletzungsrisikos anhand verschiedener Variablen inkl. Kontext (70% der Befragten stuften dies als wichtig und komplex ein), sowie die damit verbundenen Strategien zur Verletzungsminderung (60%)
  • Belastung (60%) und Erfassung von Fitness und Ermüdung (65%)
  • Quantifizierung von Spielerleistung und ihrem Wert (63%)
  • Prozesse zur Entscheidungsfindung etablieren (61%)

Siehe Abbildung 1 unten für weitere Details zu den spezifischen Problemen, mit denen Sportler und Fachleute konfrontiert sind.

Die drei wichtigsten Hindernisse der Implementierung und die Herausforderungen für die drei wichtigsten Themen stehen miteinander in Verbindung

  • Fehlende einheitliche Vision innerhalb des Teams
  • Mangel an Budget und Personal
  • Mangel an Zeit

Bemerkenswert ist, dass 65% der Umfrageteilnehmer keine bereits bestehenden Kunden von Kitman Labs sind. Wir betrachten dies als ein besonders starkes Signal für den großen Bedarf an der Arbeit und der Mission von PIRI. Zudem sind wir sind neugierig darauf, von denjenigen zu hören, die andere Ansätze oder Philosophien als unsere eigenen vertreten. Genau darum geht es schließlich. 

 

Wie soll die Forschungsgemeinschaft darauf reagieren?

Da Teams und Vereine zunehmend danach streben, sich zu modernen, kollaborativen, datengestützten Organisationen zu entwickeln, die nachhaltig sind und beständig Leistung erbringen, sollten die Forschenden in Betracht ziehen, das Spektrum ihrer Forschung zu erweitern. 

Für uns bedeutet dies, dass wir die traditionelle, auf Physiologie/Leistung/Datenwissenschaft fokussierte Forschung erweitern wollen, bis hin zur Implementierung neuester Erkenntnisse und ihrer Wirkung. Das bedeutet auch, Methoden zu entdecken und zu validieren, sie effektiv zu kontextualisieren, zu teilen, zu kommunizieren; um basierend auf neuen Daten und Einsichten miteinander zu kooperieren, um die gemeinsame Ausrichtung voranzutreiben, Entscheidungen zu treffen, Veränderungen zu schaffen und kontinuierliche Verbesserungen zu fördern. 

 

Die Umfrage bestätigte auch den Bedarf an Forschung in einigen anderen Bereichen: 

Ganzheitliche Lösungen anbieten:

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen uns, dass die Branche reifer wird: Spitzenvereine und -teams wollen keine punktierten Lösungen, sondern ganzheitliche, organisatorische Antworten, die die oben genannten Anforderungen erfüllen. Entscheidend ist, dass es einen echten Willen unter den Vereinen und ihrer Organisation gibt, ihre Arbeitsweise zu ändern, um einen Konsens zu schaffen und eine Ausrichtung zu erreichen, die das Realisieren von Leistungs- und Gesundheitszielen fördert. Dies bestätigt unabhängig voneinander unsere Überzeugung, dass die Branche tatsächlich in das Zeitalter der Performance Intelligence eingetreten ist. Die Forschung kann bewährte Ansätze zur Nutzung von Daten validieren, um diese Ausrichtung zu erreichen und einen gemeinsamen Plan für den Erfolg zu entwickeln. 

 

Entscheidungsfindung unterstützen:

In den letzten Jahren lag der technologische Schwerpunkt unserer Branche auf Geräten, Sensoren, Datenmanagement und Visualisierung und nicht auf der Entwicklung von Tools und Methoden zur Unterstützung der Entscheidungsfindung. Die hier gewonnenen Erkenntnisse führen uns zu der Überzeugung, dass die nächste Ära der Technologie ihren Schwerpunkt hierhin verlagern sollte, insbesondere bei der Optimierung des zeitlichen Aufwands aller Beteiligten, der Nutzung fortschrittlicher Analytik, das Zusammenwirken von Mitarbeitern und bei Prozessen auf und neben dem Spielfeld. Die Revolution durch „Big Data“, sprich die Nutzung großer Datenmengen, war erfolgreich, was zu einem neuen Level in Sachen Datennutzung führte. Was wir brauchen, sind bessere Wege, diese Informationen in die tägliche Praxis einzubringen, um bessere Entscheidungen zu treffen, klarer zu kommunizieren und eine bessere Abstimmung zu erreichen. Die Forschung kann dabei helfen, die besten Wege zu finden, Informationen zu visualisieren, zu konkretisieren und zu teilen, um schnell und effektiv handeln zu können.

 

Ein wachsender gemeinsamer Wortschatz:

Zusätzlich zu den oben erwähnten organisatorischen Veränderungen wünschen sich die Befragten die Möglichkeit, mit einem gemeinsamen Vokabular zusammen zu lernen – eine Lingua Franca, eine gemeinsame Sprache in Sachen Leistung innerhalb und zwischen Organisationen und Vereinen, die basierend auf Daten für eine gemeinsame Vision und ein gemeinsames Verständnis zugeschnitten ist. Die Forschung kann erfolgreiche Methoden zum Aufbau gemeinsamer Denkmodelle identifizieren, die eine gemeinsame leistungsbezogene Sprache etablieren können. 

 

 

Aufruf an alle Sportler und Fachleute 

PIRI wird sich auch in Zukunft darauf konzentrieren, die Relevanz der sportwissenschaftlichen Forschung zu stärken und die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit der forschungsbasierte Erkenntnisse den Weg in die Praxis finden. Aber wir können das nicht alleine tun. Wir laden Forscher, Unternehmen, Vereine und gemeinnützige Organisationen dazu ein, sich uns bei dieser gemeinsamen Anstrengung anzuschließen. Unabhängig davon, ob wir schon einmal zusammengearbeitet haben oder nicht, sind wir offen für alternative Perspektiven und gegensätzliche Philosophien, um die nächste Generation von Lösungen für den Spitzensport zu entwickeln. 

Join the Initiative!

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